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Spielwiese für Nachdenkliche:
Nachgefragt ... Nachgehakt ...

Ausführliches zu Spielwiese für Nachdenkliche

Paradigmenwechsel


Zitat


Kuhns These lautet: Fortschritt in der Wissenschaft vollzieht sich nicht durch kontinuierliche Veränderung, sondern durch revolutionäre Prozesse:
ein bisher geltendes Erklärungsmodell wird verworfen und durch ein anderes ersetzt. Diesen Vorgang bezeichnet sein berühmt gewordener Terminus "Paradigmenwechsel".


Meinung


Eine nähere Betrachtung des Wechsels vom geozentrischen Weltbild des Ptolemäus zum heliozentrischen Weltbild durch Kopernikus zeigt, dass Erklärungsmodelle nicht an Fakten zu scheitern brauchen, sondern an der inneren Komplexität der Berechnungen. Offensichtlich dreht sich die Sonne um die Erde. Aber die Berechnungen der einzelnen Planetenbahnen wurde im geozentrischen Weltbild derart komplex, dass sich das heliozentrische Weltbild durchsetzte, obwohl damals niemand nachgucken konnte.
Die damalige Wissenschaft ging von Planeten als die "Wandernden" aus und von Fixsternen. Die Sonne war offenbar eine "Wandernde". Wie kann sie ein Fixstern sein?
Weil sie sich nicht als Planet berechnen ließ, es sei denn die gesamte Anschauung war verkehrt.

Das nenne ich innere Widersprüche.



Literatur :
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen - Thomas S. Kuhn - Frankfurt a. Main - 1976